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Naturschutz geht vor

Alternative für Gasfernleitung prüfen

4. April 2017

DIE GRÜNEN im Regionalrat sorgten für einen einstimmigen Beschluss, dass beim Bau der Gasfernleitung ZEELINK 1 die Alternativtrasse an der A 44 geprüft werden soll, um die Zerstörung mehrere Naturschutzgebiete zu verhindern.

 

 

Lediglich zur Kenntnisnahme erreichte den Regionalrat Köln am 31. März 2017 in seiner 12. Sitzung das Raumordnungsverfahren für die Gasfernleitung ZEELINK 1 der Open Grid Europe GmbH. Die Bezirksregierung legte ihre Beurteilung des Bauvorhabens vor und attestiert darin der geplanten Trassenführung von Lichtenbusch über Sankt Hubert nach Legden sowohl eine vermeintliche Umweltverträglichkeit als auch Übereinstimmung mit anderen raumordnerischen Belangen.

„Wir sehen die Trassenführung der Gasfernleitung vor allem im Bereich Aachen kritisch. Umso ärgerlicher, dass wir als Regionalrat keinen Beschluss fassen, sondern lediglich die Stellungnahme der Bezirksregierung zur Kenntnis nehmen sollten“, sagt Rolf Beu MdL, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Regionalrat Köln. Der Argumentation der GRÜNEN schlossen sich die anderen Fraktionen an. Es wurde deshalb einstimmig verabschiedet, dass „der Regionalrat Köln das Unternehmen Open Grid Europe GmbH auffordert, im nachgelagerten Planfeststellungsverfahren die Aachener Variante entlang der A 44 zu verfolgen“.

Diese auch von den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort favorisierte Alternativtrasse wurde im Verfahren nicht berücksichtigt. „Das ist unverständlich“, sagt Gudrun Zentis MdL, GRÜNES Mitglied im Regionalrat Köln. Die von Open Grid bevorzugte Trassenführung führe durch mehrere Naturschutz- und Waldgebiete. Da sei eine alternative Trassenführung entlang der Autobahn, auch wenn es hier andere Konflikte gäbe, mehr als geboten.

„Die einstimmig verabschiedete Forderung des Regionalrats ist ein großer Erfolg, denn nur so konnte noch rechtzeitig auf die weiteren Planungsschritte Einfluss genommen werden“, ergänzt Rolf Beu. „Ein wichtiges Signal in die Städteregion Aachen und für den Naturschutz!“