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Vereint an Rhein und Ruhr

Diskussion um Metropolregion

24. Februar 2014

Ausgelöst durch den neuen Landesentwicklungsplan, der die Bildung einer neuen, ganz NRW umfassenden Metropolregion vorsieht, wurde im Regionalrat über die sinnvolle Abgrenzung von Metropolregionen diskutiert. Die GRÜNEN vertraten dabei die Ansicht, dass das bisher ausgewiesene Gebiet „Rhein-Ruhr“ durchaus seine Berechtigung hat, da es strukturell und funktional klar abgegrenzt ist.

Unter Metropolregionen versteht man die Verdichtungsräume großer Städte; in Deutschland gibt es zwölf dieser ausgewiesenen Gebiete, von denen „Rhein-Ruhr“ das bevölkerungsstärkste ist. Etwa 10 Millionen Menschen leben in dieser Metropolregion, die in ihrer Nord-Süd-Erstreckung von Bonn über Köln und Düsseldorf am Rhein entlang bis Duisburg reicht und in west-östlicher Richtung vom Mönchengladbach und Krefeld bis Dortmund. „Metropolregionen sollen der Zusammenarbeit auf vielen Ebenen dienen. Sie können Kosten senken und Mehrwerte durch Synergien schaffen“, erklärt Martin Metz, Mitglied der GRÜNEN im Regionalrat Köln. „Der Kerngedanke ist, dass sich die beteiligten Kommunen international als Metropolregion aufstellen und vermarkten und so die gesamte Region und das Umland gestärkt werden.“ Wichtige Voraussetzung dafür aber ist es – so die Meinung der GRÜNEN, – dass die Gebiete, die als Metropolregion gefasst werden, strukturell und funktional klar abgegrenzt werden können. Nur so können sich die positiven Effekte eines solchen Zusammenschlusses entfalten.

Auf Kritik stieß bei den GRÜNEN deshalb das Ansinnen der NRW-Landesregierung, im neuen Landesentwicklungsplan (LEP) eine einzige große, ganz NRW umfassende Metropolregion auszuweisen. „Viel zu heterogen“, lautet das Urteil des Fraktionsvorsitzenden Rolf Beu. Das gelte im Übrigen auch für eine von der CDU vorgeschlagene Metropolregion „Rheinland“. „Die würde dann neben den Ballungsgebieten Bonn, Köln und Düsseldorf auch den niederrheinischen Kreis Kleve oder Teile der Eifel umfassen“, fährt Rolf Beu fort. „Das passt nicht. Gleichwohl muss man bei dem Thema der Metropolregionen aufpassen, dass es keine Benachteiligungen für die nicht in der Region liegenden Gebiete geben darf und dass die Möglichkeit der interkommunalen Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Metropolregion gestärkt wird.“

Am 14. Februar 2014 wurde sowohl in der 18. Kölner Regionalratssitzung (hier nachlesen) als auch in der gemeinsamen Sitzung der Regionalräte Köln und Düsseldorf (hier nachlesen) im Zusammenhang mit dem neuen LEP über die Metropolregionen diskutiert. Die GRÜNEN machten ihren Standpunkt dazu deutlich, konnten aber weder mit ihrem Änderungsantrag zum LEP eine Mehrheit erlangen noch den Antrag der CDU verhindern.

Eine Karte aller aktuellen Metropolregionen Deutschlands findet sich hier: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/df/Karte_Metropolregionen.svg