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Mit der Bahn von Linnich nach Baal

Strecke soll reaktiviert werden

10. April 2019

Mit großer Freude haben die GRÜNEN im Regionalrat Köln einer vorgesehenen Reaktivierung der stillgelegten Bahntrasse zwischen Linnich und Hückelhoven-Baal zugestimmt. Auch alle anderen Fraktionen befürworteten in der Sitzung am 5. April 2019, dass diese wichtige Maßnahme zur Stärkung des regionalen Schienenverkehrs in den Infrastrukturfinanzierungsplans des Landes NRW aufgenommen wird.


Foto: Benedikt Dohmen/Wikipedia CC BY-SA 3.0
(https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.de)

Als am 15. Dezember 1911 die Bahnstrecke Jülich – Baal – Dalheim mit einem Sonderzug aus zwei Lokomotiven und sieben D-Zug-Wagen eröffnet wurde, ahnte wohl kaum einer, dass bereits 50 Jahre später der Niedergang dieser Verbindung eingeläutet wurde. Wie an vielen anderen Stellen auch wurde die als unrentable Nebenstrecke diskreditierte Trasse bis 1983 in Teilen komplett stillgelegt. „Aus unsere Sicht ein Fehler, der heute endlich wiedergutgemacht wird“, stellt Rolf Beu, Vorsitzender der GRÜNEN im Regionalrat Köln fest. „Denn nun soll zumindest die Strecke zwischen Linnich und Hückelhoven-Baal wieder in Betrieb genommen werden.“

Einen entsprechenden Beschluss hatte die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Nahverkehr Rheinland (NVR) gefasst: Die Streckenreaktivierung im genannten Abschnitt soll in den Infrastrukturfinanzierungsplan des Landes NRW aufgenommen werden. Der Regionalrat Köln begrüßte dieses Vorgehen fraktionsübergreifend einstimmig in seiner Sitzung am 5. April 2019.

Dass die Bahn eine solche Renaissance erfährt, ist ganz im Sinne der GRÜNEN, denn der regionale Bahnverkehr im Regierungsbezirk Köln ist an seinen Grenzen – mehr Menschen auf die Schiene zu bringen, geht nur mit erweiterter Infrastruktur. „Da kann der sechs Kilometer lange Lückenschluss auf der größtenteils noch vorhandenen Bahntrasse zwischen Linnich und Baal zwar nur ein Anfang sein, aber die Verbindung ist wichtig für Pendlerinnen und Pendler sowie Studierende“, erklärt Rolf Beu. Die Maßnahme sei deshalb sinnvoll – auch vor dem Hintergrund des bevorstehenden Strukturwandels im Braunkohlerevier.