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„Gruß aus dem Rheinischen Braunkohlerevier“

Spenden für Plakataktion gesucht

9. Juni 2020

Der Braunkohleabbau im Rheinischen Revier ist nicht nur ein Klimakiller, die Tagebaue fressen auch Kulturlandschaften, Wälder und beste Ackerböden weg. In der Region gibt es dagegen schon lange Widerstand. Damit der noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, gibt es jetzt eine Plakataktion, für die noch Spenden gesucht werden.

Foto: Reinhard Noffke

Reinhard Noffke wohnt im Süden Mönchengladbachs, etwa vier bis fünf Kilometer vom Rand des Tagebaus Garzweiler II entfernt und ist immer wieder verwundert, wie wenig die meisten Menschen außerhalb der direkt betroffenen Region über den sich seit Jahrzehnten durch Kulturlandschaft, Wälder und beste Ackerböden fressenden Braunkohletagebau wissen. Als Voraussetzung für das Zustandekommen eines entschiedeneren Widerstands gegen die langfristige Fortführung dieser besonders klimaschädlichen Form der Energieerzeugung hält er insbesondere auch eine wirkungsvolle Darstellung dieser Thematik in der Öffentlichkeit für sinnvoll.

Vor zwei Jahren hat er begonnen, eine Ansichtskarte mit Bildern der zerstörten Kirchen in Erkelenz-Borschemich und Immerath an die Menschen im Erkelenzer Raum zu verteilen, die auf diese Weise einen etwas anderen „Gruß aus dem Rheinischen Braunkohlerevier“ an Verwandte und Freunde verschicken können. Mittlerweile sind über 11 000 Stück davon verteilt. Im Sommer 2018 hat er dann den GRÜNEN in Mönchengladbach seine Idee vorgestellt, das Thema Braunkohle auf Plakaten darzustellen. So war es bereits im vergangenen Jahr möglich, über 130 Großplakate im Raum Mönchengladbach, Heinsberg, Rhein-Erft-Kreis, Düsseldorf, Köln und Willich zu realisieren.

In diesem Jahr bleibt es nun weiterhin schwierig, öffentliche Veranstaltungen für den Umweltschutz zu organisieren. Aber es wächst in weiten Kreisen der Bevölkerung die Einsicht, dass der Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen einen deutlich höheren Stellenwert erhalten muss – trotz Covid-19. Gerade deshalb soll es die Plakataktion auch 2020 wieder geben. Sie wird erneut von Bürgerinitiativen und Organisationen unterstützt, wie dem NABU Mönchengladbach, den Buirern für Buir, den Naturfreunden NRW, Alle Dörfer bleiben und voraussichtlich noch anderen. Dabei soll dieses Mal insbesondere der Zusammenhang von Heimat- und Naturzerstörung und Klimaveränderung dargestellt werden.

Reinhard Noffke wirbt sehr um weitere Unterstützung, damit der Verbreitungsradius im öffentlichen Raum nochmals ausgedehnt wird, und möglichst viele Menschen mit der Botschaft erreicht werden können. „Mit einem Spendenbeitrag von 50 Euro können die Druck- und Arbeitskosten für eine Großfläche finanziert werden, es gibt aber keinen Mindestbetrag“, sagt er.

Weitere Informationen: Reinhard Noffke R.Noffke@web.de oder Gerhard Kern, INITIATIVE BUIRER FÜR BUIR, Tel. 02275 6778, gkern@musikmechaniker.deR,

Spenden an: INITIATIVE BUIRER FÜR BUIR, Kreissparkasse Köln, IBAN DE03 3705 0299 0147 2708 03