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GRÜNE per Velo unterwegs

Regionalplanung vor Ort

28. Oktober 2020

Im August 2020 hat die Regionalratsfraktion sich in Bergisch Gladbach und im Oberbergischen Kreis mit GRÜNEN getroffen, um über die Neuaufstellung des Regionalplans zu beraten. Mit dem Fahrrad besuchten sie verschiedene Freiflächen, die, wenn es nach den GRÜNEN geht, unbebaut bleiben sollen.

Foto: GRÜNE Bergisch Gladbach

„Wir hatten uns Anfang des Sommers überlegt, dass wir eventuelle Konflikte um Flächennutzungen im Zuge der Neuaufstellung des Regionalplans am besten vor Ort mit unseren GRÜNEN Vertreterinnen und Vertretern diskutieren können“, erklärt Manfred „Berti“ Waddey, GRÜNES Mitglied des Regionalrats Köln. Deshalb hat die Regionalratsfraktion zwei Fahrradtouren geplant und war im August in Bergisch Gladbach und im Oberbergischen Kreis unterwegs. Berti Waddey hat die Touren begleitet.

In Bergisch Gladbach wurden vier Flächen besucht, bei denen die zukünftige Nutzungsart strittig ist, unter anderem die sogenannte Drachenwiese in Hebborn. Sie liegt im Außenbereich Bergisch Gladbachs, hat eine wichtige Kaltluftfunktion und dient zur Zeit noch als Agrarfläche für den Hebborner Hof. Darüber hinaus erfreut sich die Wiese als Spaziergebiet für die Hebborner*innen großer Beliebtheit. Diese Freifläche – entgegen der aktuellen Planungen – zu erhalten, ist ein Ziel der GRÜNEN vor Ort, aber auch der GRÜNEN im Regionalrat Köln.

Auch bei der Tour im Obergischen ging es um Freiflächen, die längerfristig eventuell überplant werden sollen. Unter dem Motto „Tour Natur“ schwangen sich ein Dutzend engagierte Landschaftsschützer gemeinsam mit Berti Waddey auf ihre Fahrräder und besuchten Plangebiete in Nümbrecht-Elsenroth sowie Wiehl-Drabenderhöhe und -Brächen, die von den Kommunen überbaut werden sollen. Der Widerstand dagegen ist groß und wird von den GRÜNEN unterstützt.

„Es zeigt sich immer wieder deutlich, dass es zurzeit bei der Mehrheit am politischen Willen fehlt, auch nur in die Nähe des Ziels zu kommen, keinen weiteren Netto-Flächenverbrauch mehr zuzulassen. Dieses Ziel – noch unter der Rot-GRÜNEN Landesregierung definiert – wurde gleich zu Beginn der schwarz-gelben Legislatur kassiert“, stellt Berti Waddey fest. Es fehle schlicht an Anreizen für die Kommunen, sparsam mit ihren Flächen umzugehen – und ein Instrumentarium, welches Kommunen dafür belohnt, vorhandene Flächen zu recyceln, intensiver zu nutzen und dafür andere Flächen zu schonen. Auch die Bedarfsberechnungen für Wohn- und Gewerbeflächen seien zu hinterfragen. Dies zu ändern, ist ein Ziel der GRÜNEN im Regionalrat Köln.

Weitere Informationen:

https://in-gl.de/2020/08/28/wahl-entscheidet-wie-es-mit-weissen-flecken-im-fnp-weitergeht/

https://www.oberberg-aktuell.de/politik/buerger-setzen-sich-fuer-die-natur-ein-a-27671