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Grüne mit dem Rad unterwegs

Besichtigung von niederländischen Radschnellwegen

16. Oktober 2018

Im Juli 2018 besichtigten die GRÜNEN im Regionalrat Köln die vorbildlichen Radschnellwege Zevenaar-Arnhem und Arnhem-Nijmegen unmittelbar hinter der Grenze in den Niederlanden und die Fahrradstationen in Nijmegen und Arnhem.

 

Fotos: Rolf Beu

Zwischen den Niederlanden und Deutschland liegen Welten – zumindest was die Fahrradförderung betrifft. Während dort vorbildliche Strukturen, die den Radverkehr fördern, bereits geschaffen sind und immer weiter ausgebaut werden, fehlt es hier  – nicht nur in NRW – am Mut, Autostraßen umzuwandeln und Fahrradrouten Vorfahrt zu gewähren. Um sich die Best-practice-Beispiele im Nachbarland anzusehen und sich Anregungen zu holen, besichtigten die GRÜNEN im Regionalrat Köln die Radschnellwege Zevenaar-Arnhem und Arnhem-Nijmegen sowie die Fahrradstationen in Nijmegen und Arnhem.

RijnWaalpad heißt die neue, schnelle Verbindung für Radfahrer*innen zwischen Arnhem und Nijmegen und stellt die wichtigste Radwegverbindung zwischen den zwei größten Städten der Region dar. Der Umstieg vom Auto aufs Rad wird hier leicht gemacht: Die Distanz der Radwegeverbindung zwischen den beiden Städten wurde verkürzt und die Strecke attraktiver gestaltet. Dabei wurden für den Radschnellweg bereits existierende Straßen und Radwege genutzt, teilweise aber auch neue Streckenabschnitte gebaut. Der Radverkehr erhielt auf dieser Strecke Priorität vor dem motorisierten Verkehr. Da die Hauptverkehrsstraße, die Arnhem und Nijmegen verbindet, stark befahren ist und häufig Staus aufweist, ist dieses alternative Angebot äußerst notwendig. Die Niederländer erwarten einen wachsenden Zuspruch für den Radschnellweg und hoffen, dass noch mehr Pendler*innen auf das Fahrrad umsteigen.

Fertig ausgebaute Radschnellweg in den Niederlanden weisen folgende Standards auf: 5 Meter Breite, rotbrauner Asphalt, Beleuchtung, Winterdienst, autofrei bzw. mit Vorfahrt für Fahrräder. Der RijnWaalpad ist bei 19 Kilometer Luftlinie nur 21 Kilometer lang. Es gibt am Wegrand einige Kunstbauten, wie den Skyway zwischen dem Hauptbahnhof von Nijmegen und der Waal, die Waalbrücke, mehrere andere Brücken, und einen Rastplatz auf der Hälfte der Strecke. „Ein großartiges Rad-Infrastruktur-Projekt – da kann man sich einiges abgucken“, lautet das Fazit der GRÜNEN im Regionalrat Köln.

Mehr Informationen: http://www.rijnwaalpad.nl/